Die Renaissance des irischen Whiskeys

19.01.2015

 

Irische Whiskey Brennereien haben eine Geschichte hinter sich, die kaum glauben lässt was momentan passiert. Nur durch glückliche Fügungen konnten vier Brennereien bis in ins neue Jahrtausend überleben. Genau vier Destillerien in den folgenden Städten: Bushmills, Midleton, Riverstown und Kilbeggan. Nur die ersten beiden, Bushmills und Midleton (Jameson, Powers, Cork), konnten durchgängig über alle Jahre erhalten bleiben. Die Cooley Brennerei in Riverstown wurde 1987 gegründet, Kilbeggan von Selbiger gekauft und 2007 wieder in Betrieb genommen. Umso erfreulicher ist es, dass wir heute auf viele neue Brennereien blicken können und uns auf noch mehr in Zukunft freuen dürfen, wie diese Grafik zeigt.

 

Obwohl irische Mönche die Kunst des Brennens und damit den Whisky in unsere Kultur brachten waren es die Schotten, die das erste Schriftstück über Whisky aufweisen konnten. Über die Geschichte hinweg sollten die Schotten immer die heimlichen Gewinner in der Whiskywelt bleiben. Vor allem während der Unabhängigkeitskriege Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts konnten die schottischen Brennereinen vom Niedergang des irischen Whiskeys profitieren. Während England als einer der Hauptabsatzmärkte fast komplett wegbrach war Schottland bereits mit England verbündet. Während die Schotten die Zeichen der Zeit erkannten und auf Blended Whisky setzten ignorierten die verbliebenen irischen Destillerien diese Entwicklung.

 

Erst das erneute Interesse am Wasser des Lebens in den letzten Jahren entfachte eine wahre Wiedergeburt des irischen Whiskeys. Man darf gespannt sein, wie sich die vielen neuen und geplanten Brennereien machen. In jedem Fall eine tolle Entwicklung! Erin go Bragh („Ireland Forever“ in gaelic)!